Neue Rechte
 
Christoph Butterwegge, Rudolf Hickel, Ralf Ptak
Sozialstaat und neoliberale Hegemonie
Standortnationalismus als Gefahr für die Demokratie

Was als "Umbau" des Sozialstaates begann, hat Anfang der neunziger Jahre zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Sozialpolitik geführt. Unter dem Vorwand der notwendigen Globalisierung und der nationalen Standortpolitik werden die Fundamente des Sozialstaates zur Disposition gestellt.
Mit dem materiellen Abbau des Sozialstaates ist eine ideologische Neuvermessung des Sozialen verbunden. Autoritäre Traditionslinien deutscher Sozialpolitik werden im selben Maße wieder belebt, wie die Diffamierung des Gleichheitspostulats Einzug in den Sozialdiskurs hält. Ökonomische Entscheidungen werden zum unumgänglichen, fast naturgesetzlichen Sachzwang stilisiert, der keiner politischen Legitimation bedürfe.
Diese Entwicklung fördert Politikverdrossenheit und bereitet den Boden für Angriffe auf die Massendemokratie. Davon profitiert nicht zuletzt die extreme Rechte.

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Sozialstaat und neoliberale Hegemonie
160 Seiten
Paperback
EUR 2,00
ISBN 3-88520-718-4

 
 
Barbara Junge, Julia Naumann, Holger Stark
RechtsSchreiber
Wie ein Netzwerk in Medien und Politik an der Restauration des Nationalen arbeitet

Eine neue politische Strömung drängt nach vorn und streitet wortgewaltig um die Meinungsführerschaft im öffentlichen Diskurs: die "Neuen Konservativen". Die heterogene Strömung umfasst die alte wie die neue Rechte, reicht vom rechten Rand der FDP und der CDU über gewendete Linke und etablierte Medien bis hin zu Rechtsextremisten.
Die "Neuen Konservativen" profitieren dabei von einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der seit dem Zusammenbruch des zweiten deutschen Staates die Nation wieder im Vordergrund steht. In Medien und Politik hat seitdem ein Rechtsruck stattgefunden, der vor 1989 nicht denkbar gewesen wäre.

Das Buch liefert in flottem journalistischem Stil eine Bestandsaufnahme dessen, was sich am national-konservativen Rand der Republik formiert - ideologisch, in Parteien, in dem Geflecht aus Diskussionszirkeln und Denkfabriken und vor allem in den Medien. Außerdem: Interviews mit Prof. Wolfgang Wippermann und dem Fernsehmoderator Friedrich Küppersbusch.

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Rechtsschreiber
224 Seiten
Paperback
EUR 2,00
ISBN 3-88520-621-8
   
Eike Stedefeldt
Schwule Macht
Oder die Emanzipation von der Emanzipation

Die deutsche Schwulenbewegung befindet sich heute nicht mehr am links-alternativen Rand der Gesellschaft, sondern agiert voller Stolz in deren Mitte. Verbrämt durch Schlagworte wie "schwule Lobbypolitik", dient sie sich in immer stärkerem Maße konservativen Kräften an, während ihre Abgrenzung nach links schärfer wird. Assoziiert in hierarchischen, oft frauenfeindlichen Männervereinen, vollzieht das homophile Bürgertum dabei die allgemeine gesellschaftliche Rechtsdrift in nahezu all ihren Facetten nach und ist selbst gegen eine Öffnung hin zu rechts außen operierenden Figuren sowie deren Gedankenwelten nicht mehr grundsätzlich immun.

Der Autor untersucht den neuen Konformismus der Schwulenbewegung am Beispiel ihrer derzeit wichtigsten Politikfelder - vom Umkippen der Lebensformen- in eine reine Ehe-Politik bis hin zum irrationalen Drang Schwuler in Bundeswehr-Führungspositionen.

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Schwule Macht
224 Seiten
Paperback
EUR 2,00
ISBN 3-88520-691-9

 
Blut oder Boden
160 Seiten
Paperback
EUR 2,00
ISBN 3-88520-750-8
Jochen Baumann, Andreas Dietl, Wolfgang Wippermann
Blut oder Boden
Doppel-Pass, Staatsbürgerrecht und Nationsverständnis

Warum tun sich die Deutschen nur so schwer bei der Reform ihres seit 1913 geltenden Staatsbürgerrechts? Was ist so bedrohlich an zwei oder mehr Pässen? Die Geschichte des deutschen Staatsbürgerrechts vom letzten Jahrhundert bis heute im europäischen Vergleich - von der Erfindung der "Blutsnation" über die Radikalisierung des Blutrechts im Dritten Reich bis zum heutigen Nationsverständnis. Im Anhang Auszüge aus teilweise schwer zugänglichen Dokumenten.

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