Nationalsozialismus

Gerd R. Ueberschär (Hg.)
Der 20. Juli
Das "andere Deutschland" in der Vergangenheitspolitik nach 1945

Mit erheblicher Verzögerung hat sich die Forschung nach 1945 mit dem deutschen Widerstand gegen das Hitler-Regime auseinandergesetzt. Eine Reflexion der Rezeptionsgeschichte dieses Themas, das gern auf das Symboldatum "20. Juli" verkürzt wird, stand jedoch noch aus.
Dieser Sammelband enthält zahlreiche Beiträge zum Umgang mit diesem Kapitel deutscher Geschichte. Er befasst sich unter anderem mit der Haltung der Siegermächte, mit der Historiographie in Westdeutschland und der DDR nach 1945, die sich auch in der Darstellung in den Medien und Schulbüchern offenbarte, und mit dem Umgang mit Überlebenden des deutschen Widerstandes.
Darüber hinaus wird der Widerstand als "Bewältigungsproblem" wichtiger Gesellschaftsbereiche wie z.B. Justiz, Kirche und Militär thematisiert.

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20. Juli
448 Seiten
Paperback
EUR 2,00
ISBN 3-88520-715-x


Grenzenlose Heimat
222 Seiten
Paperback
EUR 2,00
ISBN 3-88520-770-2
Samuel Salzborn
Grenzenlose Heimat
Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Vertriebenenverbände

Haben die Vertriebenen und ihre Verbände in Deutschland noch eine Zukunft? Sind sie nicht, auch durch die Pflege alten Brauchtums, ein Relikt längst vergangener Zeiten?
Nein! Nicht nur, dass sich der Status der Vertreibung auf jüngere Generationen vererbt - die Vertriebenenverbände mit ihrer Volkstumspolitik, ihrem Einsatz für ethnisch definierte Menschenrechte sind wieder gefragt. Aufbauend auf einer Darstellung der historischen Entwicklung von 1945 bis heute, einschließlich der Betrachtung von Flucht und Umsiedlung der Deutschen, wird die politische Vernetzung der Vertriebenenverbände ins Parteienspektrum und den organisierten Rechtsextremismus untersucht, ihre publizistischen Aktivitäten und ihr weit verzweigtes Organisationssystem werden beleuchtet. Der Autor analysiert die ideologischen Kontinuitäten wie Wandlungen im Laufe der vergangenen fünfzig Jahre.

Salzborn kommt zu dem Ergebnis, dass die Vertriebenenverbände keinesfalls ein Problem der Geschichte sind, sondern in Gegenwart und Zukunft bundesdeutscher und europäischer Politik präsent bleiben werden. Eine längst fällige kritische Bestandsaufnahme der Arbeit und der Ziele der Vertriebenenverbände.

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